Häufige Fragen zu Intensivpflege Jobs
Fragen zu einem konkreten Standort – etwa zur Umgebung oder zur Anfahrt ohne Auto – beantworten die einzelnen Stellenseiten. Hier geht es um alles, was unabhängig vom Einsatzort gilt.
Gehalt und Zuschläge
Wie viel verdient man als Intensivpfleger im Monat?
Sie bekommen Ihr Grundgehalt und dazu die Zuschläge. Für Nachtdienste zahlen wir 25 und 40 Prozent, sonntags 50 Prozent und an Feiertagen 80 Prozent.
Bei der Dienstplanung achten wir darauf, dass Tag- und Nachtdienste gleich verteilt sind. Pro Monat planen wir Ihnen in der Regel mindestens einen Sonntagsdienst ein.
Überstunden gehen bei uns nicht verloren. Sobald Sie 100 Überstunden erreichen, zahlen wir Ihnen monatlich 15 davon mit dem Gehalt aus. Wenn Sie lieber Freizeitausgleich möchten oder mehr Stunden aufbauen wollen, sprechen wir das ab. Das regeln wir individuell.
In den kritischen Monaten wie Juli, August und Dezember gibt es zusätzlich Prämien. Die Höhe steht nicht fest. Das hängt davon ab, wie viele Dienste Sie übernehmen, ob Sie im festen Team arbeiten oder bei verschiedenen Patienten eingesetzt werden.
Fahrtkosten übernehmen wir mit 0,20 Euro pro Kilometer. Wer im Monat mehr als 1.300 Kilometer abrechnet, bekommt zusätzlich eine Prämie von 200 Euro.
Was am Ende auf Ihrem Konto landet, hängt also stark davon ab, wie viele Nacht- und Wochenenddienste Sie machen und wie weit Sie fahren. Mit einem hohen Anteil an Nacht- und Wochenenddiensten sowie Fahrtkostenerstattung liegen viele Kolleginnen und Kollegen bei etwa 4.150 bis 4.300 EUR netto im Monat.
Was ist der bestbezahlte Beruf in der Pflege?
Am meisten verdienen Pflegekräfte in der außerklinischen Intensivpflege, kurz AKI. Der Grund ist einfach: Sie arbeiten mit beatmeten Patienten, tragen hohe Verantwortung und brauchen dafür Erfahrung, die nicht jeder mitbringt. Das wird auch bezahlt.
Das Grundgehalt liegt bei ca. 4.668 EUR brutto im Monat bei Vollzeit. In der AKI kommen Sie durch die Schichtstruktur oft deutlich darüber: viele Nachtdienste, Sonn- und Feiertagsdienste und die entsprechenden Zuschläge machen den Unterschied. Mit einem hohen Anteil an Nacht- und Wochenenddiensten sowie Fahrtkostenerstattung liegen viele Kolleginnen und Kollegen bei etwa 4.150 bis 4.300 EUR netto im Monat, inklusive Prämien und Fahrtkostenzuschlag.
Aufgaben im Pflegealltag
Was ist 1:1 Intensivpflege?
Außerklinische Intensivpflege (AKI) ist die professionelle, bei Bedarf 1:1-pflegerische Versorgung von intensivpflege- oder beatmungspflichtigen Patienten außerhalb des Krankenhauses, in der eigenen Wohnung.
Welche Aufgaben hat man in der 1:1-Intensivpflege?
In der 1:1-Intensivpflege kümmert sich eine Pflegekraft die ganze Schicht über nur um einen Patienten.
Dazu gehört, die Vitalzeichen im Blick zu behalten, das Beatmungsgerät und die anderen Geräte zu kontrollieren, die Trachealkanüle zu versorgen und die Atemwege frei zu halten. Dann kommen Medikamentengabe, Körperpflege, Ernährung und Mobilisation dazu.
Man muss außerdem im Notfall sofort richtig reagieren, alles sauber dokumentieren und den Patienten zu Arztterminen oder Therapien begleiten. Die Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Angehörigen gehört genauso dazu.
Und ganz wichtig: Man begleitet den Patienten so, dass er möglichst selbstständig bleibt und trotz Erkrankung und Einschränkungen ein gutes Leben führen kann.
Voraussetzungen und Qualifikation
Wer darf in der Intensivpflege arbeiten?
Sie brauchen eine abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder als Pflegefachmann beziehungsweise Pflegefachfrau.
Dazu kommt entweder der Basiskurs für außerklinische Intensivpflege mit 120 Stunden oder einschlägige Berufserfahrung aus der Intensivpflege. Eins von beidem reicht. Wenn Ihnen der Basiskurs fehlt, sprechen Sie uns an, das lässt sich regeln.
Genauso wichtig ist uns, wie Sie arbeiten: zuverlässig, verantwortungsbewusst und menschlich. Sie sind bei einem Patienten zu Hause, oft über Monate. Da zählt nicht nur die Fachlichkeit.
Ein Führerschein der Klasse B ist von Vorteil, aber kein Muss. Das hängt davon ab, wo Sie eingesetzt werden.
Welche Mindestqualifikation oder -ausbildung ist erforderlich, um in der häuslichen Intensivpflege zu arbeiten?
Man braucht eine abgeschlossene Pflegeausbildung mit anerkannter Urkunde und den Basiskurs für außerklinische Beatmung. Dazu Erfahrung in der Intensivpflege aus den letzten fünf Jahren, je nach Stundenumfang ein bis zwei Jahre. Dabei zählen die tatsächlichen Stunden, nicht nur die Dauer. Ein Jahr Minijob in der AKI reicht deshalb nicht.
Anfahrt und Mobilität
Was ist, wenn ich keinen Führerschein oder kein Auto habe?
Kein Problem, das lässt sich lösen.
Wir planen Sie dann bei einem Patienten ein, den Sie gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Falls das nicht klappt, können Sie unseren Fahrdienst nutzen.
Nur damit Sie wissen, was Sie erwartet: Der Fahrdienst ist kein Taxi. Es kann also sein, dass der Fahrer mehrere Kolleginnen und Kollegen einsammelt, manchmal bis zu vier auf einer Tour. Dafür müssen Sie sich um nichts kümmern und kommen zuverlässig zur Schicht.
Arbeitszeit und Urlaub
Ist es möglich, in einer 24-Stunden-Schicht zu arbeiten?
In der Intensivpflege geht das nicht. Wir sind an die Vorgaben unserer Kostenträger gebunden, und die lassen 24-Stunden-Schichten nicht zu. Bei beatmeten Patienten kommt dazu, dass nach so einer langen Schicht niemand kognitiv und körperlich noch so wach ist, wie es ein Notfall verlangt.
Ob das für Sie in Frage kommt, hängt also davon ab, wo Sie eingesetzt werden. Sagen Sie uns einfach, was Sie sich vorstellen, dann schauen wir, was aktuell machbar ist.
Welchen Urlaubsanspruch habe ich als Mitarbeiter bei der MPH?
Bei uns hat jeder 30 Urlaubstage im Jahr. Das sind 2,5 Tage pro Monat. Wie lang ein Urlaubstag zählt, hängt von Ihren Sollstunden im Arbeitsvertrag ab.
Wir versuchen, Ihnen beim Urlaub entgegenzukommen, wo es geht. Sie müssen nicht zwingend warten, bis die Probezeit vorbei ist. Sprechen Sie uns einfach an, dann finden wir eine Lösung. Urlaub lässt sich auch gut mit freien Tagen kombinieren, so kommen Sie auf mehr am Stück, ohne viele Tage zu verbrauchen.
Die Urlaubsplanung erfolgt vor allem intern im Team. Die Koordinatoren achten darauf, dass die Versorgung steht. Solange der Dienstplan gefüllt ist und es keinen Konflikt unter Kollegen gibt, mischen wir uns nicht ein. Am besten reichen Sie Ihren Antrag drei Wochen vor dem geplanten Urlaub ein.
Bewerbung und Einstieg
Wie lange dauert es von dem ersten Vorstellungsgespräch bis zum Arbeitsbeginn bei MPH?
Das hängt vor allem von Ihnen ab, also ob Sie noch eine Kündigungsfrist haben oder auf eine Zustimmung warten müssen.
Bei uns geht es schnell. Wenn alle Unterlagen vorliegen, können Sie oft schon eine Woche nach dem ersten Gespräch anfangen.
Dokumentation und Technik
Wie werden die Patientenunterlagen geführt – digital oder in Papierform?
Wir arbeiten in der Firma so weit wie möglich papierlos. Für die tägliche Dokumentation beim Patienten nutzen wir die Software Medifox, und jeder Patient hat ein eigenes iPad.
Ihre Zugangsdaten bekommen Sie schon vor Ihrem ersten Arbeitstag. In der Einarbeitung zeigen wir Ihnen dann in Ruhe, wie die Software funktioniert. Sie ist bewusst einfach aufgebaut, auch wenn Sie vorher nie mit digitaler Pflegedokumentation gearbeitet haben.
Wenn während der Schicht etwas mit der Dokumentation nicht klappt, rufen Sie einfach an. Es ist immer jemand da, der Ihnen gerne weiterhilft.
Fehler passieren am Anfang, das ist völlig normal. Wichtig ist nur, dass Sie sie sofort melden, damit wir sie schnell korrigieren können.
Wenn eine Versorgung endet
Was passiert, wenn der Patient, mit dem ich arbeiten soll, verstirbt?
Ihr Arbeitsplatz hängt nicht an einem einzelnen Patienten. Wenn eine Versorgung endet, koordinieren wir für Sie einen neuen Einsatz. Wie schnell das geht und wo Sie landen, schauen wir uns individuell an. Wir achten darauf, wie Sie zum Patienten fahren, ob Sie ein Auto haben, welche Kompetenzen Sie mitbringen und ob Sie vielleicht schon einen anderen Klienten aus einem Springerdienst kennen. Manchmal passt genau das sofort.
Und wenn Sie nach so einer Situation erst einmal Luft brauchen, sagen Sie Bescheid. Wir planen das mit ein.
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